Kulturgeschichte

Kloster Dobbertin Viele unserer Dörfer spiegeln die Geschichte seit ihrer Gründung im 13. Jahrhundert wider. Lange existierten auf den armen Sandböden der Heide noch slawische Siedlungen, während auf den besseren Böden überwiegend deutsche Bauern während der Ostkolonisation angesiedelt wurden. Sie bauten sich Kirchen erst aus Holz und dann auch aus Feld- und Backsteinen. Noch heute finden wir die ursprünglichen Gotteshäuser oder deren Nachfolgebauten in vielen Dörfern und wir können ihre Vielfalt bewundern. In diese Siedlungsphase gehört auch das Dobbertiner Kloster, das um 1220 auf einer Landzunge am Dobbertiner See errichtet wurde.

Gutshaus Glave Besonders nach dem Dreißigjährigen Krieg wandelte sich das Gesicht vieler Bauerndörfer erheblich. Durch die Entwicklung von Gutswirtschaften auf ritterschaftlichem Eigentum oder dem, das durch Bauernlegen dazu gemacht wurde, wurden aus den ehemals freien Bauern Leibeigene und Tagelöhner. An die Stelle der Bauernhäuser traten Tagelöhnerkaten, aus Rittersitzen wurden Herrenhäuser mit Parkanlagen. Sie prägen bis heute das Bild der Gutsdörfer, die am Rande des Naturparks überwiegen. Neben den Guts- und Bauerndörfern gibt es noch solche Siedlungen, die auf ehemalige Glashütten oder Teerschwelereien zurückgehen, wie Wooster Teerofen oder Glashütte. Durch diese Gewerbe zur Zeit der Gutswirtschaften wurden die Holzbestände des Waldes übermäßig stark genutzt. Die daraus resultierende Holznot führte schließlich zur Entwicklung der Forstwirtschaft und zur Aufforstung großer Teile des heutigen Naturparks. Aufmerksame Beobachter können noch heute die Geschichte vergangener Jahrhunderte an der Landschaft und den Siedlungen ablesen.